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Segeltörn 1: Kattegatt - Skagerrak

Varberg (S) -Læsø (DK) -Smögen (S) -Jomfruland (N) -Oslofjord-Nesodden

Drei junge Schweizer, Thomas, Thomas und Enrico, alle 19 Jahre alt, waren die Mannschaft des ersten gemeinsamen Törns in diesem Jahr. Der Skipper Daniel Scheidegger war sehr zufrieden mit seinen Mitsegler. Die drei jungen Seeleute waren bereits erfahren im Segeln vom Zürichsee. Sie waren jedoch noch nie auf offenem Meer gewesen und wollten deshalb die See ohne das Land sehen. Wir hatten eine etwa 20 stündige Überfahrt von Schweden (Smögen) nach Norwegen (Jomfruland).

Innerhalb einer Woche sind wir 316 Seemeilen (580 km) gesegelt; und dies mit relativ wenig Wind. Nachts haben wir Morillen gesehen. Morillen sind kleine Lebewesen, eine Art Algen, die leuchten wie Leuchtwürmer. Sobald ein wenig Luft unter das Wasser kommt, z.B. beim Rühren eines Stabes, leuchtet es auf.  

An der schwedischen Küste gibt es hunderte von kleine Inseln, wo man Robinson spielen kann. Eine Nacht haben wir die Yacht mit grossen Zinkkeilen an einer Felswand verankert. Da das Gezeitenwasser hier sehr gering ist (30-50 cm), braucht man sich nicht zu ängstigen am Morgen im aufgehängten Boot zu erwachen.

Auch der Sonnenuntergang auf offenem Meer ist ganz besonders schön. Der Sternenhimmel nachts ist riesengross und es ist relativ leicht zu verstehen, dass frühere Generationen die Sterne so gut kannten und benannten, und danach navigieren konnten. Bereits die Wikinger haben mit Hilfe des Nordsternes sich auf dem gleichen Breitengrad bewegen können, dies mit sehr einfachen Instrumenten. Skandinavien feiert zur Zeit 1000 Jahre seit die ersten Wikinger die neue Welt (Amerika) gefunden hatten. Sie nannten das neu gefundene Land Vinland (Weinland).

Bei der Übersegelung zur dänischen Insel Laesø haben wir bis ca. 4 Seemeilen (8 km) vor der Insel noch kein Land gesehen, da die Insel so flach ist und wir so weit unten sassen. Da die See sehr ruhig war, wollten alle mal auf den Mast hoch um wie die Conquestadors als erster das Land zu sehen. Auf 12 Meter Höhe konnten wir dann wirklich das Land zu erst sichtigen und bestätigt kriegen, dass die Erde wirklich rund ist.  

Als kulinarischer Abschluss sind wir in der Nacht in den Oslofjord hineingesegelt, geleitet von den unzähligen Leuchtfeuer, die einem mit ihrem weissen Licht das sichere Fahrwasser anzeigen. Ungleich vom Autoverkehr, zeigt das rote oder grüne Licht an, dass man sich über unsicherem Wasser befindet. Jedes Feuer hat seine eigene Charakteristik, damit man sofort weis wo sich das Leuchtfeuer auf der Karte befindet. Diese sogenannten Sektorfeuer sind in Skandinavien unerlässlich, um von den Schären und Untiefen klarzukommen. Eigentlich ist es sicherer nachts durch die Schären zu fahren als tagsüber.

Nach einer sehr erlebnisreichen Woche sind wir wieder am Heimathafen der Aurora Borealis bei Nesodden angekommen.

Sobald ich einige Bilder vom Törn habe, werde ich sie auf dieser Seite veröffentlichen.

Wer hat jetzt auch Lust bekommen einmal mitzusegeln?  

Übersichtskarte des Törns

 

 

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